Zurück   lungcancer community > Gesundheit
Hilfe Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 24.04.2010, 16:52
phillipp.gonser phillipp.gonser ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.12.2007
Beiträge: 117
Standard Muttermilch enthält Krebskiller

Muttermilch enthält eine Substanz, die Zellen von bis zu 40 verschiedenen Krebsarten abtöten kann. Der als "HAMLET" bezeichnete Komplex enthält ein Protein und eine Fettsäure, die in den Milchdrüsen der menschlichen Mutterbrust natürlich vorkommen.

"Patienten mit Blasenkrebs erhielten den Wirkstoff injiziert. Kurz darauf schieden sie abgestorbene Krebszellen im Harn aus", berichtet Roger Karlsson, Chemiker an der Universität Göteborg. Ob Krebs dadurch geheilt wird, untersuchte man vorerst noch nicht, denn alle Probanden stammten aus einer Patientengruppe, die ohnehin für eine chirurgische Tumorentfernung kurz nach dem Eingriff terminisiert gewesen war. Die Hoffnung, ähnliche Untersuchungen etwa an Hirntumor und Hautkrebs machen zu können, besteht jedoch.
Unter den zahlreichen Rätseln, die die Forscher momentan rund um HAMLET beschäftigt, ist die Tatsache, dass der Komplex allein Tumorzellen angreift, gesunde Zellen jedoch unberührt lässt. "Es scheint, als ob spezielle Lipide dafür sorgen, dass der Komplex nur mit den erkrankten Zellen interagiert. Er macht die Zellmembran durchlässig und dringt in deren Zellkern vor. Dort bindet er sich an Histone und gestaltet die DNA so um, dass ihr weitere Ausfaltung verhindert wird. Das kommt dem Zelltod gleich", beschreibt Karlsson.


Möglicher Schutz des Babybauches

Die Göteborger Chemiker untersuchen derzeit, auf welchem Weg und unter welchen Bedingungen der großmolekulare HAMLET-Komplex von der Krebszelle aufgenommen wird. Es geht dabei nicht zuletzt darum, wie ein Medikament, das vielleicht eines Tages mit dieser Muttermilch-Substanz erzeugt wird, in den Tumorherd eingebracht wird. "Zuvor müssen jedoch alle Prozesse vollständig verstanden und ausreichende klinische Versuche durchgeführt werden", bremst Karlsson die Erwartungen. Eine künftige lokale Verabreichung per Injektion scheint dem schwedischen Forscher wahrscheinlicher als eine orale.

Ob die Muttermilch den Komplex selbst enthält oder nur dessen Bestandteile, weiß man bisher nicht. "Bisher wurde HAMLET nur in künstlich geschaffener, saurer Umgebung nachgewiesen. Es ist durchaus möglich, dass er sich im Babybauch dank dessen niedrigen pH-Werts bildet", so Karlsson. Das könnte den Sinn haben, das Mutationsrisiko des rapid wachsenden Säuglingsbauches zu senken und somit Krebsbildungen im Frühstadium zu unterbrechen. "Tatsächlich ist auch bei gestillten Babys das Krebsrisiko niedriger", bemerkt der Experte.
Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 04:36 Uhr.

© relenet social networks 2003 - 2008  Über uns | AGBDatenschutzForumImpressumKontakt

Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.